Lehrgang

Fächer: Der Unterricht gliedert sich in drei Hauptfächer: Handwerk, Gestalten und Theorie.  

Handwerk: Das klassische Steinhauen; Flächen, Relief, Gefässe, Brunnen, Ornamente, usw., bis zur lebensgrossen Skulptur, Übertragungstechniken, Abgusstechniken/Arbeiten im Gips, Schmieden eigener Werkzeuge.

Gestalten: Entwurf, plastisches Gestalten und modellieren mit Ton, plastisches und perspektivisches Zeichnen, Aktzeichnen und -modellieren, Porträtieren, Natur- und kunsthistorische Studien.

Theorie: Kunstgeschichte, Mythologie und Ästhetik, Kompositionslehre, Allgemeinbildung und Philosophie. Z.B die Geschichte der Kunst von E.G.Gombrich, F. Schillers ästhetische Briefe, die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik von F. Nietzsche, Dantes göttliche Kommödie, Werke von C.G. Carus, die Künstleranatomie von G. Bammes, usw..

Unterrichtsstruktur: Die Arbeit an eigenen Objekten und Projekten – dem Ausbildungsstand entsprechend – bildet in der Grundausbildung den Schwerpunkt (im Stundenplan mit „Atelier/Werkstatt“ bezeichnet). Die Unterrichtswoche endet jeweils am Freitag mit den theoretischen Fächern am Morgen und blockweise Zeichnen am Nachmittag. Verteilt über das Schuljahr finden folgende Blockkurse statt: Portrait- und Aktmodellieren (verbunden mit Physiognomie und Anatomie), Modellieren (verbunden mit Gestaltungslehre), plastisches Zeichnen, Schrift und Symbol, Museumsausflüge und einer Studienreise. Ausstellungen für die Schüler werden mindestens einmal während der Ausbildungszeit organisiert.